Textile Metamorphosen als Ausdruck gesellschaftlichen by Petra Scheiper

By Petra Scheiper

Liegt in den textil inszenierten Körperbildern eine tiefer gehende symbolische Aussagekraft, über die Probleme und Tendenzen einer spätmodernen Gesellschaft thematisiert und kommuniziert werden? Oder sind sie nur ein oberflächlicher ästhetischer Ausdruck einer kommerzialisierten und medialisierten Jugendkultur? Petra Scheiper analysiert fotografisches Datenmaterial und berücksichtigt dabei das Konzept der Szene sowie das Habitus-, Mimesis- und Performativitätskonzept. Sie arbeitet heraus, inwiefern die fabric Metaphorik seismografisch auf gesellschaftliche Veränderungen verweist und welche Rolle die Kleidung in den Selbstinszenierungen, Körpertechniken und in den Prozessen der Identitätsentwicklung spielt.

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Sowie Schulze Szenen als eine Vergemeinschaftungsform posttraditionaler Gesellschaften beschreibt, deren Zusammenhang nicht auf der Grundlage einer gemeinsamen sozialen Lage beruht, sondern gerade auf der Loslösung alltagsästhetischer und kultureller Orientierungen, begreifen auch Hitzler, Bucher und Niederbacher Szenen als flüchtige, instabile, nicht-bindend sozialisierende Gesellungsform. Sie betonen in ihren Ausführungen besonders deren ephemeren Charakter und sehen in der Pluralisierung von Lebenslagen innerhalb der sich ausdifferenzierenden Organisationsgeflechte postmoderner Gesellschaften eine der grundlegenden Voraussetzungen für die Neuetablierung von Szenen, in denen die Mitglieder losgelöst von ihrem Herkunftsmilieu über expressive und interaktive Ausdrucksformen und Verhaltensweisen neue sinnbezogene Erfahrungswelten schaffen.

Insofern spiegelt die wissenschaftliche Auseinandersetzung das, was die Szenegänger als Mainstream und Underground verbalisieren, um ihre Positionierung innerhalb der Szene zu beschreiben und in ihrem Bekleidungsverhalten zum Ausdruck bringen. Die Teilhabe und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene basiert primär auf deren ästhetischer Attraktivität, was der gegenwärtigen „Ästhetisierung des Alltagslebens“ (Schulze, 1998) gesamtgesellschaftlich entspricht, jedoch wird die Zugehörigkeit weniger „durch die soziale Verbindlichkeit eines Stils als durch die fakultative Partizipation an der kulturellen Praxis entschieden“ (Meyer 2000, 158).

Dies ist jedoch immer weniger möglich. Subkulturen sind nicht immer nur Bestandteil einer bestimmten Gesellschaftsschicht, wie dies das Beispiel des Punk verdeutlicht. Jugendsubkulturen wurden und werden auch heute massenmedial kommerzialisiert und verbreiten sich daher international. Da es in modernen Gesellschaften immer schwieriger geworden ist, eindeutige Zuordnungen zu bestimmten Schichten, Gruppen oder Klassen vorzunehmen, gilt das Konzept der Klassengesellschaft als obsolet. 40 2 Sozialwissenschaftliche Beiträge und Theorien zur Jugendphase Nach Ferchhoff ist von dem Begriff Subkultur Abstand zu nehmen, da er die gegenwärtige Situation der vielfältigen Jugendkulturen nicht mehr beschreiben kann.

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