Konzeptionelle Nutzung von Controllinginformationen : ein by Bernd-Oliver Heine, Jürgen Weber

By Bernd-Oliver Heine, Jürgen Weber

Die vorliegende Arbeit ist Bestandteil einer ca. zehnjährigen Forschung meines Le- stuhls und bildet für diese(n) einen Meilenstein. Angestoßen von grundsätzlichen Üb- legungen zur präzisen begrifflichen Unterscheidung von Führung und Controlling stand die Formulierung eines Akteursmodells im Vordergrund, das eine Integration insti- tionenökonomischer und verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse in das neoklassische Grundmodell der Entscheidungstheorie ermöglichen sollte. Die Überlegungen waren im Wesentlichen klassifikatorischer und sachlich-analytischer paintings. Die inhaltliche Weit- entwicklung und Ausdifferenzierung erfolgte sowohl im structure von Forschun- papieren, als auch innerhalb von Graduierungsarbeiten (konzeptionell z. B. Kehrmann, Miller oder Schäffer). Zeitlich versetzt erfolgte dann die Übertragung der Grundstruktur des Akteursmodells in die Modellsprache von Multi-Agenten-Simulationen, die sich insbesondere zur Modellierung der kognitiven Komponente des Akteursmodells („Können“) intestine eignen. Mit dieser Frage beschäftigten sich die Dissertation von Langer und die beiden darauf aufbauenden Arbeiten von Kunz und Riesenhuber. Die letzten beiden Jahre waren dann geprägt von der systematischen Verankerung des Akteu- modells im Kontext der genannten Theorien, d. h. in der Schaffung von Anschlu- fähigkeit an unterschiedliche Forschungstraditionen. Letztere Arbeit wurde geleitet von Meyer und bezog mehrere Assistenten des Lehrstuhls mit ein; unter diesen auch und insbesondere Heine. Diese gemeinsame Arbeit hat prägenden Einfluss auf die vorliegende Dissertation genommen. Sie ist Grund für ihre theoretische Kraft und die Präzision ihrer Argumentation. Die Arbeit steht noch in einer zweiten Hinsicht im Forschungskontext des Le- stuhls. Seit langem wird die grundsätzliche Betrachtung der Kostenrechnung unter einer entscheidungstheoretischen as opposed to einer verhaltensbezogenen Perspektive diskutiert.

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Konzeptionelle Nutzung von Controllinginformationen : ein modelltheoretischer Ansatz

Die vorliegende Arbeit ist Bestandteil einer ca. zehnjährigen Forschung meines Le- stuhls und bildet für diese(n) einen Meilenstein. Angestoßen von grundsätzlichen Üb- legungen zur präzisen begrifflichen Unterscheidung von Führung und Controlling stand die Formulierung eines Akteursmodells im Vordergrund, das eine Integration insti- tionenökonomischer und verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse in das neoklassische Grundmodell der Entscheidungstheorie ermöglichen sollte.

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Vgl. Boisot/Canals (2004: 44); Christensen/Demski (2003: 3, 74-90). Für eine Auseinandersetzung mit dem Informationsbegriff im Kontext eines Simulationsmodells siehe u. a. Langer (2002: 28-44). In Anlehnung an Ewert (2002: 21-22), der diese Argumentation für die Verhältnisbestimmung zwischen den „Entwurfskonzeptionen“ des Controllings (z. B. dem Rationalitätssicherungsansatz) und der „informationsökonomischen Analyse von Controllingproblemen“ darlegt. Ähnlich auch Christensen/Demski (2003: 7). Vgl.

2) Ein Modellierungsansatz, der den integrativen Rahmen modelltheoretisch präzisiert und dadurch die Untersuchung der Forschungshypothese ermöglicht. (3) Modellergebnisse, die die Gefahr dysfunktionaler Gestaltungsempfehlungen bei Vernachlässigung der konzeptionellen Informationsnutzung (Forschungshypothese) bestätigen oder widerlegen. Im Zentrum der Arbeit stehen die Modellergebnisse (3) im Hinblick auf die Forschungshypothese. Diese bauen auf den Zwischenergebnissen (1 & 2) auf. Als gemeinsame Basis haben sie die Modellierung eines Akteurs, der so nahe am HOModell des ökonomisch-rationalen Ansatzes bleibt wie möglich, aber so weit davon abweicht, wie es die Modellierung der konzeptionellen Informationsnutzung nötig macht.

Vgl. Wagenhofer (1997: 69-70). Eine nähere Darstellung folgt. wichtigsten Controllinginstrumente. Aus dem gewählten Begriffsverständnis heraus ist jedes Instrument der Unternehmensführung ein Controllinginstrument, das zum Zweck der Rationalitätssicherung genutzt wird. Das Schema von Wagenhofer (1997) ist ohne weiteres auf die Ebene von Controllinginstrumenten zu verallgemeinern. Ewert/Wagenhofer (2003: 7-9, 19) verwenden es beispielsweise unverändert für alle Instrumente der internen Unternehmensrechnung, was neben der Kostenrechnung auch alle Investitions- und Finanzrechnungen einschließt.

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