Frankreichs Entwicklungshilfe: Politik auf lange Sicht? by Klaus-Dieter Osswald

By Klaus-Dieter Osswald

Die vorliegende Arbeit untersucht die franzosische Entwiddungshilfe in ihren ver schiedenen Formen und Verwirklichungen. Die zahlreichen Themen, die Frankreichs Entwicklungspolitik aufgibt, machten es erforderlich, an besonders typischen Vor gangen auch allgemeine Grundlinien aufzuzeigen, sowohl in ihren historisch-geistigen Voraussetzungen als auch an Konzeptionen, die reine aircraft geblieben sind. Zur Erhel lung des Bildes gehorte auch, die von cler kingdom selbst an ihrer Entwicklungshilfe geiibte Kritik heranzuziehen. AufschluBreich ist ferner, wie Frankreich seine Bezie hungen zu overseas en Organisationen sieht uncl nutzt. Von Vergleichen mit den Hilfsformen anderer Lander wurde abgesehen. Die Darstellung versucht, Sachverhalte und Vorgange, die vielfach noch im FluB sind, soweit festzuhalten, wie das im gegenwartigen Zeitpunkt moglich ist, sie sucht auch zu ermitteln, ob von einer gewissen Kontinuitat der Absichten und Formen gesprochen werden kann. Vor allem will die Darstellung iiber die Begriindungen und iiber die Ansatze der Entwicklungshilfe unseres westlichen Nachbarn informieren, sie kann damit auch vielleicht einen Beitrag zum genaueren Verstandnis des franzosischen Ver haltens in Fragen des Aufeinanderabstimmens der Entwicklungshilfe gemaB dem deutsch-franzosischen Vertrag oder im Europaischen Entwiddungsfonds geben. Standig sah sich die Untersuchung von einem speziellen Thema begleitet, namlich welche Anderungen und Wandlungen clas Verhaltnis Frankreichs zu seinen ehemaligen Kolonien und Protektoraten beim Dbergang von der Vierten zur Fiinften Republik durchgemacht hat. Daher wurde besonders der Zeitraum in Betracht gezogen, in dem sich cler ProzeB der Dekolonisation abspielte, zwischen 1956 und 1962; aus ihm stammt auch das Zahlenmaterial.

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Frankreichs Entwicklungshilfe: Politik auf lange Sicht?

Die vorliegende Arbeit untersucht die franzosische Entwiddungshilfe in ihren ver schiedenen Formen und Verwirklichungen. Die zahlreichen Themen, die Frankreichs Entwicklungspolitik aufgibt, machten es erforderlich, an besonders typischen Vor gangen auch allgemeine Grundlinien aufzuzeigen, sowohl in ihren historisch-geistigen Voraussetzungen als auch an Konzeptionen, die reine aircraft geblieben sind.

Risiko Aufklärung: Schmerzensgeld trotz Behandlungserfolg — Wohin führt die Rechtsprechung?

Die Entwicklung des Rechts der Risikoaufklärung spaltet die im Medizinrecht tätigen Anwälte ebenso wie die Ärzteschaft in Lager. Beklagt wird einerseits eine nach wie vor ungenügende Bereitschaft der Ärzte, Patienten über die mit medizinischer Behandlung verbundenen Risiken und Gefahren aufzuklären. Beklagt wird andererseits eine ausgeuferte Rechtsprechung, die im Bereich der Medizin noch Risiken für aufklärungspflichtig halte, die weit unterhalb der Schwelle von jedermann allgemein in Kauf genommener Risiken liege.

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Mersch, ebd. cf. , S. 667. 15. Klaus-Dieter Osswald 36 sichtigt werden. Wem es gelingt, diese Volksmassen zu mobilisieren, wird unumschrankter Herrscher der Welt sein. Bestimmt hat diese Oberlegung dazu gefUhrt, dag Ost und West bei fast allen Entwicklungslandern in einem Kopf-an-Kopf-Rennen urn den entscheidenden Einflug liegen. Politisch zu werten sind auch die Ziele der groBen Nationen, und in diesem Falle besonders Frankreichs, iiber die Kanale der Entwicklungshilfe kulturelle Einfliisse zu sichern oder auch erst zu schaffen (wie es z.

Gegen diese Kurzsichtigkeit wandte sich de Gaulle am 14. 7. 1961: «Mais cette aide et ce concours, pourquoi les donnerions-nous si cela n'en vaut pas la peine? S'il n'y a pas de cooperation si ce que nous apportons ne comporte aucune contrepartie? Oui, il s'agit d'echanges, a. cause de ce qui nous est da, mais aussi a. » Oft weist de Gaulle allerdings darauf hin, daB es von momentanem materiellem Interesse fUr Frankreich ware, wenn es von diesen teuren und ausweglosen Lasten befreit wiirde, urn die dadurch frei gemachten Mittel in Frankreich selbst verwenden zu konnen 97; aber Durand-Reville tut solche AuBerungen als taktische Manover ab, die nicht in die Hauptlinie seines Denkens paBten 98.

68 Ofo der befragten Personen waren bereit, mit einem Schwarzen zusammenzuarbeiten, ja ihn sogar zum Essen in ihre Familie einzuladen, aber 63 Ofo lehnen den Gedanken ab, ein Neger konnte ihr Schwager oder Schwiegersohn werden. ~hnliche Feststellungen trafen die Betrachter einer Fotografie, die den Befragten vorgelegt wurde und ein junges weiBes Madchen im Gesprach mit einem WeiBen und einem Schwarzen zeigte: »tres touchant, mais enfin, je ne voudrais pas que ce soit rna fille», war eine Antwort 49.

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